Was ist KNX/EIB ?

KNX ist der Nachfolger der Feldbusse EIB, BatiBus und EHS und stellt die Weiterentwicklung des EIB durch Erweiterung um Konfigurationsmechanismen und Übertragungsmedien dar,die ursprünglich für BatiBus und EHS entwickelt wurden. KNX ist zu EIB kompatibel.

EIB ist die Abkürzung für "European Installation Bus". Seit der globalen Normung auch "Electrical Installation Bus" genannt. Diese Begrifflichkeit übersetzt bedeutet wörtlich: Elektrischer Installations-Bus. (Wenn Sie nicht wissen, was in diesem Zusammenhang unter einem Bus zu verstehen ist, finden Sie hier eine nicht unbedingt genaue - aber doch gut verständlich Erklärung.) Stark vereinfacht ist der sogn. Bus eine Datenleitung über die _alle_ angeschlossenen EIB-Geräte miteinander kommunizieren können.

In der herkömmlichen Gebäudetechnik werden einzelnen Anlagenteile wie Beleuchtung, Beschattung, Heizung, Alarmanlage, etc. separat geplant und mit verschiedenen Systemen ausgeführt. Dies führt mit steigender Funktionalität und Komfort zu aufwändigen, unübersichtlichen und teuren Installationen, die dann meist auch noch unflexibel bei notwendigen Änderungen sind. Eine Verbindung zwischen den Gewerken, z.B. für eine gemeinsame Bedienung, ist nur mit hohem technischem Aufwand möglich.

EIB wurde als ein solches System entwickelt, das für alle wichtigen Anlagen in der Gebäudetechnik eingesetzt werden kann. Damit können die einzelnen Gewerke gemeinsam ("integral") geplant und ausgeführt werden. Jeder Hersteller hält sich an die definierte Norm, so dass sich alle Geräte gegenseitig verstehen.

Dies vereinfacht die Planung und Ausführung und ermöglicht ohne Zusatzaufwand eine viel höhere Funktionalität und Flexibilität und nicht zuletz auch einen höheren Komfort. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich alle führenden Hersteller für Gebäudesystemtechnik in Europa zum Verband EIBA zusammengeschlossen und das System durch Schulung der Installateure breit verankert.

Grundprinzip des EIB:

Das EIB-System besteht aus:
  • Sensoren (z.B. Taster, Windmesser), die Befehle in Form von Telegrammen erzeugen.
  • Aktoren (z.B. Schaltrelais für Licht, Jalousien), welche die empfangenen Telegramme in Aktionen umsetzen.
  • einer Busleitung, die alle Sensoren und Aktoren für den Telegrammverkehr miteinander verbindet.

Eine Zentrale ist nicht nötig. Jedes Gerät enthält einen eigenen Mikroprozessor. Durch die entsprechende Parametrierung, die jederzeit veränderbar ist, lernt das Gerät, was es zu tun hat. Dadurch ist EIB sehr flexibel und jederzeit an neue Bedürfnisse anpassbar.



Weiterführende Informationen zur EIB-Technik, zu den Einsatzmöglichkeiten oder den Möglichkeiten der Energieeinsparung, sowie zu vielen anderen Themen rund um den Installationsbus, finden sie unter den nachfolgenden Links:

*) ist ein eingetragenenes Warenzeichen der EIBA